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Uvala
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Uvala (das,cite-ref-meschede-382-1-0[1] die cite-ref-2[2]) war ursprĂźnglich ein Toponym, welches in Teilen von Bosnien und Herzegowinas, Kroatien, Montenegro und Serbien benutzt wurde. In den Erdwissenschaften werden damit âClosed Karst Depressionsâ (âgeschlossene Karstsenkenâ, auch SchĂźsseldoline,cite-ref-meschede-382-1-1[1] Karstwanne) gemeint, die meist eine längliche und unterschiedlich zusammengesetzte Form aufweisen und grĂśĂer sind als Dolinen. Die Formen werden in den hochgradig verkarsteten ĂuĂeren Dinariden zwischen Slowenien und Griechenland häufig angetroffen. Doch Karstsenken sind auf allen Kontinenten in unterschiedlichen Landschaften anzutreffen, deswegen ist Uvala zum international benutzten Terminus geworden, auch um solche Senken von den bis zu vielen Kilometern langen Poljen zu unterscheiden.
Noch gängige Definitionen von Uvalas sind aber oft dĂźrftig empirisch untermauert. Weil die herkĂśmmlichen Definitionen als unbefriedigend empfunden wurden, wurde der Fachterminus ungern und wenig benutzt, da Uvala im Karstzyklus einen Ăbergangstyp zwischen kleinen Dolinen und Poljen darstellen. In einigen Publikationen wird sogar empfohlen, den Begriff ganz aufzugeben.
Contents
⢠Siehe auch
⢠Literatur
⢠Weblinks
⢠Einzelnachweise
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Geschichte des Begriffs in der FrĂźhphase der Karstologie
Bedeutende frĂźhe karstologische Arbeiten stammen vom serbischen Geographen Jovan CvijiÄ (1865â1927), einem SchĂźler Albrecht Pencks; letzterer wird als âNestor der Karstologieâ bezeichnet, beide Wissenschaftler werden einer âWiener Schule der Geographieâ zugeordnet. CvijiÄ betrachtete zunächst häufige Phänomene in den ĂuĂeren Dinariden, die dort als Doline, Uvala und Polje bezeichnet wurden und beschrieb ausgehend von diesen erstmals eine spezifische Geomorphologie und Hydrogeologie des Karstes. In der Folge wurden die genannten Bezeichnungen als Fachbegriffe auch zur Beschreibung entsprechender Phänomene in anderen Weltgegenden verwendet.
Wie andere erste Karstforschercite-ref-3[3] glaubte CvijiÄ (1921), alle Karstsenkungsformen (siehe Kopftext des Artikels) als Stadien eines Entwicklungsprozesses ( = einer Evolution) Ăźber geologische Zeiträume erklären zu kĂśnnen: âDolinen entwickeln sich zu Uvalas und Uvalas zu Poljenâ ( = Zyklustheorie). Der Begriff âUvalaâ war damit als Stadium innerhalb der genannten Theorie definiert.
Der deutsche Morphologe Herbert Lehmann betrachtete jedoch in international beachteten Arbeitencite-ref-4[4] den Dinarischen Karst nicht länger als universell verallgemeinerbares Modell.cite-ref-5[5] In einer Analyse tropischer Karste fĂźhrte er das Klima als weiteren maĂgeblichen Entwicklungsfaktor ein. Dieser Paradigmenwechsel wie auch mittlerweile verfĂźgbare Daten Ăźber Karste anderer Weltgegenden begrĂźndeten Zweifel an der AllgemeingĂźltigkeit der Zyklustheorie. Damit war auch die Brauchbarkeit eines innerhalb dieser Theorie definierten Begriffs âUvalaâ fraglich geworden.
Aktueller Stand der Definition
Zyklustheorien werden heute mehrheitlich als Ăźberholt oder sogar unhaltbar angesehen, ein Begriff âUvalaâ im Sinne dieser Theorie demzufolge verworfen.cite-ref-6[6] Die Autoren Ford und Williams setzen in einem umfangreichen englischsprachigen Referenzwerkcite-ref-7[7] ebenso wie in Beiträgen fĂźr Enzyklopädien Uvalas sehr groĂen Dolinen gleich. White (1988) ersetzt âUvalaâ durch âzusammengesetzte Senkeâ (âcompound depressionâ).
Weitere Autoren ersetzen den Begriff âUvalaâ durch âzusammenwachsende Dolinenâ. Das ist widersprĂźchlich, denn die darin enthaltene, kaum empirisch fundierte Vorstellung entstammt der Zyklustheorie, deren Unhaltbarkeit die Verwerfung des Begriffs âUvalaâ erst motivierte. Typische Formulierungen sind etwa: Wenn sich LĂśsungsdolinen entwickeln, vergrĂśĂern sie sich seitlich und wachsen zusammen. So entstehen zusammengesetzte geschlossene Senken, die als Uvalas bekannt sind.cite-ref-8[8] oder: GroĂe Karstsenken sind aus mehreren benachbarten Dolinen entstanden, die zusammengewachsen sind.cite-ref-9[9] Wenn nur eine kurze Definition verwendet wird, nutzt zurzeit eine Mehrheit der maĂgeblichen Autoren und Herausgeber von LehrbĂźchern und Enzyklopädien eines dieser beiden Zitate.cite-ref-10[10]
Aufwändigere wissenschaftliche Monographien, wie etwa empirische Studien, motivieren hingegen einen eigenständigen, von der Zyklustheorie unabhängigen Begriff der Karstform âUvalaâ. Diese lieĂe sich etwa durch Besonderheiten im Verteilungsmuster der Verwitterung und der Hydrogeologie, tektonische Induktion, Alter und klimatische Entstehungsvoraussetzungen definieren. Allerdings analysieren die meisten dieser Publikationen europäische Objekte und erscheinen in nicht-englischer Sprache,cite-ref-11[11]cite-ref-12[12]cite-ref-13[13] was ihre internationale Resonanz schmälert.
Neuere empirische Untersuchungen (vor allem ab 2009) haben die noch dominierenden Definitionen einer grĂźndlichen Revision unterzogen: ââŚuvalas are large (in km scale) karst closed depressions of irregular or elongated plan form resulting from accelerated corrosion along major tectonically broken zones.âcite-ref-14[14] (âŚUvalas sind groĂe â im KilometermaĂstab â geschlossene Karstsenken von unregelmäĂiger oder länglicher Form, die infolge vermehrter Korrosion entlang vorwiegend tektonischer Bruchzonen entstanden sind). Die Autorin der Untersuchungen plädiert fĂźr eine vollwertige WiedereinfĂźhrung von Uvalas als eigenständige Karstform. Der Teil der heute noch häufig anzutreffenden Definition, eine âUvala entsteht durch Aufzehren der trennendenâ LandrĂźcken âzwischen benachbarten Dolinenâcite-ref-15[15] (Zyklustheorie: âDolinen entwickeln sich zu Uvalas und Uvalas zu Poljenâ) ist nicht haltbar. Die Morphologie einer Uvala ist: ââŚby size larger than a doline and usually smaller than a polje, but differs from these two forms also in morphology and combination of genetic factors, which gives it a status of a particular karst relief form.âcite-ref-16[16] (grĂśĂer als eine Doline und normalerweise kleiner als eine Polje, unterscheidet sich aber von diesen beiden Formen auch morphologisch und in der Kombination generischer Faktoren und macht sie zu einer eigenständigen Reliefform.)
Dinarische Uvalas: Notizen zur lokalen Karsthydrologie
Siehe auch
:
Karst#Karsthydrologie
Im folgenden Abschnitt wird der Begriff âUvalaâ als eine traditionelle Bezeichnungsweise bestimmter Reliefe innerhalb der Dinariden verwendet.
Die Karbonatschichten der Dinariden sind 4500 bis 8000 m stark, daher reichen sie tief unter den Meeresspiegel. Es gibt dort tausende HĂśhlen, HĂśhlenruinen (unroofed caves) und Schächte, deren systematische Erforschung erst in den letzten 20â25 Jahren intensiver betrieben wurde.
Der Velebit ist ein HĂśhenzug innerhalb der Dinariden. BakĹĄiÄ (2008) stellte der Ăffentlichkeit Ergebnisse zu acht Schächten im Velebit vor, deren tiefster, Lukina Jama genannt, 1431 m weit bis auf 83 m Ăźber MeeresspiegelhĂśhe hinabreicht. Der Velebit zeigt auch (als Jelar breccia bezeichnete) Brekzien, die auf weiten Strecken aufgeschlossencite-ref-17[17] und ausgeprägt wasserwegsam sind. Sie entstanden durch eine Faltungsbewegung des HĂśhenzugs, die vom Mittleren Eozän bis zum mittleres Miozän andauerte.cite-ref-18[18]
Der Velebit ist innerhalb der Dinariden wahrscheinlich auch die Landschaft mit den meisten Uvalas,cite-ref-19[19] darunter die besonders prominente Lomska Duliba in Kroatien. An deren sßdÜstlichem Ende befindet sich ein 536 m tiefer, vertikaler Schacht namens Ledena Jama, der einen Teil der Uvala entwässert. Das Wasser wird aber nicht durch einen einzelnen, weiten Gang, sondern durch zahlreiche Klßfte abgefßhrt.cite-ref-20[20] Diese Uvala zeigt einen recht tiefen Einschnitt (Graben), der durch die Velebit-typischen Brekzien gut erklärt werden kann.
Lässt sich die Eigenständigkeit des Reliefs 'Uvala' wissenschaftlich untermauern?
Nur selten werden geologische Unterschiede in der Entstehung groĂer Karstsenken untersucht, die eine Unterscheidung von Dolinen und Uvalas rechtfertigen kĂśnnten. MĂśglicherweise erĂśffnen weitere Studien zur radiometrischen Altersdatierung und interdisziplinäre Studien zur Tektonik und Klimatologie diesbezĂźglich ein Fenster. Wichtige Fortschritte der natur- und formalwissenschaftlichen Methodikcite-ref-21[21] erlauben die Altersbestimmung mehrerer hunderttausend oder sogar Millionen Jahre alter geologischer Objekte auch aus kleinen Proben mit hoher Genauigkeit. Die hierzu erforderliche Laboranalytik ist allerdings recht kostenaufwändig.cite-ref-22[22]
Beispielsweise konnten allochthone Sedimente und Fossilien in KlĂźften, Spalten oder (am besten) HĂśhlen im geologischen Umfeld groĂer Karstsenken gefunden werden. An diesen Fundstellen unterlagen die Funde weniger der Verwitterung als die Senke selbst.cite-ref-23[23] Als Geoarchive erlauben sie RĂźckschlĂźsse auf das Alter der Senke und deren frĂźhere Stadien.
Der Blick in sehr frĂźhe Phasen: Fragen zu Genese und Evolution
Eine Karstsenke, die bedeutend grĂśĂer als eine Doline ist, kann mehr als 2,6 mya alt sein; in diesem Fall begann ihre Entwicklung im Pliozän oder sogar Miozän, damit in (sub-)tropischem Klima. Einige Autoren gehen davon aus, dass auf diese Weise (mediterrane) Poljen entstanden.cite-ref-24[24] Allerdings kĂśnnen Karstsenken dieses Alters trotz ähnlicher Entstehungsbedingungen je nach Verhältnissen in der gegebenen Region unterschiedliche Formen annehmen.cite-ref-25[25] So kĂśnne nach Ansicht der Geographin Jelena ÄaliÄcite-ref-26[26] durch vergleichbare, tektonisch bedingte Absenkungen eine Polje entstehen, wenn sich das betroffene Relief im Bereich des Karstwasserspiegels weiterentwickele, aber eine Uvala, wenn es hĂśher gelegen sei.cite-ref-27[27]
Revidierte Definition der Uvula
Die Geographin ÄaliÄcite-ref-28[28] Ăźbertrug die Kritik Äars an der bisherigen, ausschlieĂlich morphologisch orientierten Klassifikation von Dolinencite-ref-29[29] auf grĂśĂere Karstsenken. Sie untersuchte deswegen in den Dinariden 43 solche Senken strukturgeologisch.cite-ref-30[30] ZwĂślf derselben wurden mit einem geeigneten Verfahrencite-ref-31[31] genauer topografiert. Die so erstellten Karten zeigten, dass in den Faltungen vor Ort entlang ausgeprägt wasserwegsamer, stark verwitternder Verwerfungen vorrangig ein Relief eigener Art entsteht, dessen spezifische Genese es als âUvalaâ in einem definierbaren Sinn ausweist. So lassen sich auch die im Abschnitt âDinarische Uvalas: Notizen zur Karsthydrologieâ aufgefĂźhrten Beobachtungen verstehen.
ÄaliÄ gelangte 2011 auf der Basis des aktuellen Forschungsstandes zu einer revidierten Definition des Begriffs âUvalaâ. Gemäà diesem bezeichnet âUvalaâ eine geschlossene Karstsenke im KilometermaĂstab, die im Gegensatz von karstbedingten Verebnungen in mehr oder weniger starke zergliederte Landschaften eingebettet und von irregulärer oder länglicher Form ist. Sie entsteht entlang grĂśĂerer Verwerfungen durch besonders rasche Verwitterung, die anders als bei Dolinen nicht Punkte, sondern Linien oder ganze Flächen betrifft. Ihr Boden befindet sich stets deutlich oberhalb des Karstwasserspiegels; er ist wellig oder mit Dolinen Ăźbersät, selten durch kolluviales Sediment eingeebnet.cite-ref-32[32]
Von diesen wesentlichen Merkmalen der Uvala trennt ÄaliÄ Akzidentien, die in Uvalas ebenfalls zu beobachten sind. So treten saisonal, sehr selten und eher ausnahmsweise kleine Karst-Bäche oder -Teiche auf.cite-ref-33[33] Auch zeigen vier von ÄaliÄ untersuchte Uvalas Auswirkungen fluvialer Prozesse. Diese waren jedoch entweder nur in einer Phase der Uvala-Entwicklung wirksam, wie die pleistozänen glazialen und periglaziale Prozesse, die die Gestalt der Lomska Duliba beeinflussten,cite-ref-34[34] oder fĂźgten, wie Blindtäler (blind valleys), den wesentlichen Merkmalen der Uvula nur weitere hinzu.cite-ref-35[35]
Eine solche Definition fĂźhrt eine Uvula nicht wie die Zyklustheorie auf Dolinen zurĂźck und vermeidet damit verkĂźrzende Beschreibungen, wie sie im Abschnitt âAktueller Stand der Definitionâ aufgefĂźhrt sind. Vielmehr lassen sich so die traditionell als âUvulaâ bezeichneten Karstformen mit ebendiesem Begriff unvoreingenommener und vollständiger beschreiben. Einige enzyklopädische Publikationen machten sich bereits diese Sichtweise zu eigen.cite-ref-36[36]
Beispiele fĂźr (mĂśgliche) Uvalas auĂerhalb der Dinariden
Die von ÄaliÄ vorgelegte, revidierte Definition kĂśnnte auch Karstformen auĂerhalb der Dinariden als Uvalas identifizieren. Im Folgenden werden Kandidaten einer entsprechenden Zuordnung vorgestellt, die aktuell gar nicht oder ohne gesicherte Modellvorstellung als Uvala bezeichnet werden.
1. Obwohl sie die Verwendung des Begriffs ablehnen (s. o. âAktueller Stand der Definitionâ), erwähnen Ford & Williams (2007) sechs Uvalas, um auf deren Vorkommen in unterschiedlichen Klimaregionen verschiedener Kontinente hinzuweisen. Zum Teil verweisen sie auf Publikationsquellen.cite-ref-37[37] Ansonsten beschäftigen sich bisherige Publikationen des 21. Jahrhunderts erst vereinzelt mit grĂśĂeren Karstsenken, die kleiner als Poljen und auĂerhalb der Dinariden zu finden sind.cite-ref-38[38]
2. Eingehender beschreiben Bayer & Groschopf (1989) rund 70 Karstsenken in der Schwäbischen und in der Fränkischen Alb, die sie als âKarstwannenâ bezeichnen, und von denen etwa die Hälfte 1000â4500 m lang sind. Sie identifizieren sie nach morphologischen Kriterien eher als Uvalas denn als Poljen.cite-ref-39[39]
⢠eigener morphologischer Befunde,
⢠den umfänglichen, vielgestaltigen Fßllungen der Karstwannen,cite-ref-41[41]
⢠unzureichender Ăbereinstimmung mit mehrheitlich vertretenen Formdefinitionen und
⢠der Spärlichkeit an Literatur zu einer solchen west- oder zentraleuropäischen Karstform
zÜgert er jedoch, sie zu den Poljen oder zu den Uvalas zu zählen.
(3) Im Rahmen der genaueren Beschreibung des Nationalparks Berchtesgaden wurde die âFuntensee-Uvalaâ im Steinernen Meer der Berchtesgadener Alpen detailliert untersucht und eine geologische Einordnung versucht (Fischer, 1985).cite-ref-42[42]
Der Autor gibt die MaĂe der Funtensee-Uvala mit 2000 Ă 750 m an. Sie wird in ihrem hochalpinen Milieu (> 1600 m) von 1800â2200 m hohen Bergen flankiert. Sie erstreckt sich Ăźber den Funtenseegraben, eine vermutlich auf das Oligozän zu datierenden Verwerfung. Der allochthone Kalkstein im Graben ist deutlich verwitterungsanfälliger als derjenige des umgebenden Gebirges. Der genaue Karstwasserspiegel ist nicht bekannt, mĂśgliche Schwankungen desselben also auch nicht.cite-ref-43[43] Der heutigen karsttypischen Hydrologie ging ein oberirdisches Flusssystem voraus, das bis ins Pannonium bestanden haben kĂśnnte. An der tiefsten Stelle der Uvala verbleibt vom ehemals sehr viel grĂśĂeren Funtensee ein kleiner, max. 5,5 m tiefer Rest.
Fischer begrĂźndet ausfĂźhrlich, warum die Funtensee-Uvala keine Polje ist. Er fĂźhrt sie (an CvijiÄ orientiert) auf zwei vorbestehende Dolinen zurĂźck. Aufgrund des Alters der Uvala kĂśnne ihre heutige Form nicht ausschlieĂlich durch Verwitterung erklärt werden, sondern sei wesentlich durch die pleistozäne Vergletscherung mitbedingt. Letztere habe auch UnregelmäĂigkeiten des Reliefs wesentlich verstärkt.
Siehe auch
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⢠Gunn (2004), Encyclopedia of caves and karst Science, Gunn, J., New York, N.Y., 2005
⢠Culver & White (2005), Encyclopedia of Caves, Culver, D. C., White, W. B., Burlington, MA 2005
⢠Sauro (2005), Closed depressions, Sauro, U., in: Culver & White (2005)
⢠Gams (2005), Tectonic impact on poljes and minor basins (case studies of Dinaric karst). Gams, I., Acta Carsologica 34/1, Ljubljana 2005
⢠Jalov &Stamenova (2005), Historical data for karst phenomena in the province of Macedonia, Greece, Jalov,A.,Stamenova,M., Greek Cavers Meeting, Karditza 2005
⢠Ufrecht (2006): Ein plombiertes HÜhlenruinenstadium auf der Kuppenalb zwischen Fehla und Lauchert (Zollernalbkreis, Schwäbische Alb), Ufrecht, W., Laichinger HÜhlenfreund, Laichingen 2006
⢠Abel (2006): Zur Verkarstungsgeschichte der Bären und KarlshĂśhle bei Erpfingen, (Schwäbische Alb), im Plio-Pleistozän unter BerĂźcksichtigung von Sinterchronologie und Paläontologie, Abel, Th.; Harlacher, Chr. & Ufrecht, W., in: Jber. Mitt. oberrhein. geol. Ver., N.F. 88, S. 9â51, Stuttgart 2006
⢠Ford & Williams (2007), Karst Hydrogeology and Geomorphology, Ford, D.C., Williams, P.W., Chichester 2007.
⢠Zupan Hajna et al. (2008), Zupan Hajna, N., Pruner, P., Mihevc, A., Schnabel, P & Bosåk, P; Cave sediments from the Postojnska-Planinska caves system (Slovenia): Evidence of multi-phase evolution in epiphreatic zone, Acta Carsologica, 37/1, Ljubljan 2008
⢠Calaforra Chordi & Berrocal PĂŠrez (2008), El Karst de AndalucĂa, Calaforra Chordi, J.M., Berrocal PĂŠrez, J.A., Sevilla 2008
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⢠Leser (2009), Geomorphologie, Leser, H., Braunschweig 2009
⢠ÄaliÄ (2009), Uvala â contribution to the study of Karst depressions (with selected examples from Dinarides and Carpatho-Balkanides). ÄaliÄ, J., Nova Gorica 2009
⢠Ahnert (2009), Einfßhrung in die Geomorphologie, Ahnert, F., Aachen 2009
⢠Pfeffer (2010), Karst, Entstehung â Phänomene â Nutzung, Pfeffer, K.-H., Stuttgart 2010
⢠Murawski (2010), Geologisches WÜrterbuch, Murawski, Hans. & Meyer, Wilhelm., Heidelberg, 2010, 12. Auflage
⢠Mihevc et al. (2010), Introduction to the Dinaric Karst, Mihevc, A., Prelovťek, M., Zupan Hajna, N. (Eds.), Postojna 2010
⢠Jelena ÄaliÄ: Karstic uvala revisited: Toward a redefinition of the term. In: Geomorphology, Vol. 134 (2011), Ausgabe 1â2, S. 32â34.
⢠Hanja Zupan: Dinaric Karst: Geography and geology. Eintrag in: Culver & White (2012)
⢠David C. Culver, William B. White: Encyclopedia of Caves. 2. Auflage, Elsevier/Academic Press, Waltham (MA) 2012
⢠VlahoviÄ et al.: Marine to continental depositional systems of Outer Dinarides forland in intra-montane basins, Fieldtrip Guide. VlahoviÄ, I, und 8 weitere Autoren. 29th IAS Meeting of Sedimentology, Journal of Alpine Geology, 54, Wien 2012.
⢠Mariano Palomares MartĂn: Los paisajes de la comarca del Jiloca. Masterarbeit an der Universitat de València. Facultat de Geografia e Historia, València 2012 (PDF, spanisch)
Weblinks
Commons
: Karstwannen/Uvalas
â Sammlung von Bildern
⢠The Geographical Cycle, Davis, William M., 1899
⢠Souterraine et Evolution Morphologique du Karst, CvijiÄ, J., Review by Sanders, E.M. Geographical Review, 1921
⢠A Lexicon of Cave and Karst Terminology, Washington D.C., 2002
⢠Karst processes from the beginning to the end: How can they be dated?, P. Bosåk, 2003
⢠Das Funtensee-Uvala im Steinernen Meer, Fischer, K., Berchtesgaden Nationalpark Berchtesgaden, 1985
Einzelnachweise
cite-note-meschede-382-11. â Martin Meschede et al.: Geologisches WĂśrterbuch. 13. Auflage, Springer Spektrum, Berlin 2022, S. 382 (Uvala)
cite-note-22. â Karl-Heinz Pfeffer: Karstmorphologie. 1. Auflage, Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1978, S. 30.
cite-note-33. â vor allem Davis (1899), Grund (1914)
cite-note-44. â Lehmann stand zwĂślf Jahre lang einer internationalen Karstkommission vor, die von der International Geographic Union (IGU) auf deren Kongress 1952 in Washington, D.C. gegrĂźndet worden war.
cite-note-55. â âDer mediterrane Karst, im engeren Sinne der Dinarische Karst, ist nicht das Musterbeispiel der Karstentwicklung Ăźberhaupt, sondern eher Ausnahmeâ, aus: Lehmann (1973/1987), Karstphänomene im Nordmediterranen Raum, (1973), reprint 1987, Hrsg. von Fuchs et al. (1987)
cite-note-66. â Lowe&Waltham (1995): ââŚThis mechanism is no longer accepted and the term uvala has fallen into disuseâ. âDieser Mechanismus (scil. die Zyklustheorie) wird nicht mehr akzeptiert, und der Begriff 'Uvala' daher auch nicht mehr genutztâ.
cite-note-77. â Ford / Williams (2007): âKarst Hydrogeology and Geomorphologyâ
cite-note-88. â "As solution depressions evolve, some enlarge laterally and coalesce, producing compound closed depressions known as uvalas.", Williams, Paul W., âKarstâ in: Goudie (2005) p. 591
cite-note-99. â "Large closed depression formed by the coalescence of several dolines which have enlarged towards each other." Sweeting (1973)
cite-note-1010. â So etwa Fairbridge (1968), Herak (1972), Chorley (1984), Jennings (1985), Trudgill (1985), Lowe&Waltham (1995), Goudie (2004), Gunn (2004), Ford & Williams (1989/2007), deutschsprachig: Ahnert (2009), Leser (2009)
cite-note-1111. â Ăźberwiegend zu Dolinen und Uvalas in Mittelmeerländern, dort insbesondere in den Dinariden.
cite-note-1212. â So etwa Poljak (1951), Cocean & Petrescu (1989), HabiÄ (1986), Ĺ uĹĄterĹĄiÄ (1986), Frelih (2003), Nicod (2003), Sauro (2001), Äar (2001), Sauro (2003), Zupan Hajna (2012)
cite-note-1313. â Das hat zum Teil auch damit zu tun, dass die finanziellen, Personal- und Sachressourcen der Karstologie zur Anwendung aufwändiger naturwissenschaftlich-technischer Methoden eher bescheiden sind.
cite-note-1414. â ÄaliÄ (2011), S. 41
cite-note-1515. â so z. B. Murawski (2010)
cite-note-1616. â ÄaliÄ (2011), S. 32
cite-note-1717. â Nach VlahoviÄ et al. (2012) erstrecken sich die Brekzien am SĂźdwesthang des Velebit auf Ăźber 100 km und erscheinen zusätzlich entlang dem kompletten Bakovac-Graben, der aber heute topographisch nicht mehr erkennbar ist.
cite-note-1818. â Vlahovic et al. (2012)
cite-note-1919. â Poljak (1951) zitiert nach ÄaliÄ (2009) p. 70
cite-note-2020. â (Info J. ÄaliÄ)
cite-note-2121. â in der Nuklearchemie, was Zerfallszeitmessung bei Radionukliden angeht, sowie in den Fächern Klimaforschung, Seismologie, Informationswissenschaft
cite-note-2222. â BosĂĄk (2003) stellte 64 geeignete Methoden zusammen, aber auch deren Beschränkungen bei Karstobjekten und den relevanten Zeiträumen.
cite-note-2323. â âLedena Jamaâ ist so eine HĂśhle am Ăśstlichen Rand der Uvala âLomska Dulibaâ.
cite-note-2424. â Leser (2009), S. 322; Ford&Williams (2007) fĂźr Australien, S. 410
cite-note-2525. â âVery similar genetic factors can lead to the development of different forms, depending on the conditions within a karst areaâ, Jelena ÄaliÄ (2009), S. 166 ff.
cite-note-2626. â PhD Research Associate, am âJovan CvijiÄâ Geographical Institute of the Serbian Academy of Sciences and Arts, Belgrade
cite-note-2727. â âIn einer bestimmten Entwicklungsstufe kann dieselbe tektonische Aktivität zur Bildung einer Polje fĂźhren, wenn eine Absenkung den piezometrischen Pegel erreicht und sich die weitere Entwicklung im Bereich des Karstwasserspiegels vollzieht; oder, es kĂśnnte sich eine Uvala entwickeln, wenn sie weiterhin in der vadosen Zone bleibt â mit dann vĂśllig anderen Oberflächenprozessen. Der entscheidende, vorherrschende Faktor fĂźr beide hypothetischen Entwicklungspfade ist zwar die tektonische Aktivität, aber die Ăźbrigen Rahmenbedingungen, in welchen sich die Evolution weiter vollzieht, sind fĂźr den Zustand prägendâ, Jelena ÄaliÄ (2009), S. 166 ff.
cite-note-2828. â PhD Research Associate, am âJovan CvijiÄâ Geographical Institute of the Serbian Academy of Sciences and Arts, Belgrade
cite-note-2929. â Äar (2001): âClassification of dolines only by shape and depth to disk-like, funnel-like or well-like (CvijiÄ 1893) is preserved till now (Gams 2000) yet in our opinion it is useless. (âŚ). Such morphological classification of dolines is only descriptive and does not tell anything about the âessenceâ of dolines.â S. 242. (âBis jetzt werden Dolinen nach ihrer Erscheinungsform und Eintieffung als Schalen, Trichter oder Schächte klassifiziert (von CvijiÄ 1893 bis Gams 2000), aber das ist nach unserer Auffassung unbrauchbar. (âŚ). Solche morphologischen Klassifizierungen von Dolinen sind lediglich beschreibend und sagen nichts Ăźber das âWesen von Dolinen aus.â)
cite-note-3030. â Die Karstsenken wurden, sortiert nach Form, GrĂśĂe und HĂśhe ihres Auftretens in den Dinariden der Länder Slowenien, Kroatien, Bosnien und Herzegowina, Montenegro und Serbien mit einem DEM-Modell (Digital Elevation Model) und mit Feldarbeit kartiert (ÄaliÄ, 2011).
cite-note-3131. â Angewandt wurde das âstructural-geological mappingâ nach J. Äar (1982, 1986, 2001). Das Verfahren unterscheidet in AufschlĂźssen zerrĂźttete, gebrochene und kluftige Verwerfungen (sowie Ăbergänge zwischen ihnen). Gebrochene Verwerfungen enthalten regellos verteilte Frakturen, die das Gestein in wenige Zentimeter bis mehrere Meter groĂe BlĂścken zerlegen. Solche Verwerfungen sind sehr lĂścherig und daher wasserwegsam (nach ÄaliÄ (2009), S. 38f).
cite-note-3232. â ÄaliÄ (2009, 2011): âAt this stage of research, it can be concluded that uvalas are large (in km scale) karst closed depressions of irregular or elongated plan form resulting from accelerated corrosion along major tectonically broken zones. Their bottoms are undulating or pitted with dolines, seldom flattened by colluvial sediments and always situated above the karst water table.â (âŚ) âThe depressions of this kind are not present on karst levelled surfaces, but only in areas with more or less dissected relief (âŚ).â und [Uvalas] âare forms of accelerated corrosion â not as points as dolines, but âlinearâ or âarealâ(âŚ).â
cite-note-3333. â ÄaliÄ (2009, 2011): "(âŚ) small seasonal sinking streams or, ponds are very rare, an exception rather than a rule."
cite-note-3434. â Ăhnliches trifft auch auf andere Uvalas zu, die, wie sechs der von ÄaliÄ untersuchten, in HĂśhen Ăźber 1100 m liegen. VeliÄ et al. (2011) untersuchten solche pleistozänen Prozesse in den Uvalas Veliki Lubenovac und Bilenski PadeĹž, die den von ÄaliÄ untersuchten benachbart sind.
cite-note-3535. â ÄaliÄ (2011), p. 40.:"(However,) these processes were either active only during one period of uvala development (glacial processes), or represent just a modification factor (fluvial processes, related to blind valleys). Their influence was not essential for the basic existence of the uvalas.â
cite-note-3636. â Die zweite Auflage der groĂen karstologischen Enzyklopädie von Culver & White (2012) wurde um das Stichwort âDinaric Karst, Geography and Geologyâ, Zupan Hanja (2012), ergänzt, während U. Sauro sein dortiges Stichwort âClosed Depressionsâ teilweise revidierte. Beide Autoren unterstĂźtzen mittlerweile die WiedereinfĂźhrung des Begriffs âUvalaâ.
cite-note-3737. â Zece Hotare plateau, Romania, p. 361f; arid Pecos Valley of New Mexico and subhumid western Oklahoma, p. 402; wet rice regions, p. 475; the âgladesâ of Jamaica, p. 477; extractions of all kinds of (non-)metallic deposits â[âŚ] that have accumulated in karst depressions such as dolines, uvalas and poljesâ, p. 492
cite-note-3838. â Zu nennen sind jedoch: Sauro (2001, 2003), Nicod (2003), Calaforra Chordi & Berrocal PĂŠrez (2008), Pfeffer (2010), Palomares MartĂn (2012)
cite-note-3939. â Bayer & Groschopf (1989), Karstwannen der Schwäbischen Alb, Blätter des Schwäbischen Albvereins, 6 1989, Stuttgart, S. 182.
cite-note-4040. â Pfeffer (2010) S. 210: âDie Karstwannen sind eigenständige Formen, die eine zeitweise groĂflächige Tieferlegung der Gesteinsoberfläche belegen.â
cite-note-4242. â Das Funtensee-Uvala im Steinernen Meer. Abgerufen am 20. Juni 2017.
cite-note-4343. â Fischer (1985): Das Funtensee-Uvala im Steinernen Meer, S. 29: âUnbekannt ist z. B. die Tiefenlage der Grenze zwischen vertikal-vadosem und phreatischem Bereich und ebenso das AusmaĂ der Lageschwankungen dieser Ăbergangszoneâ.